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Anfang April war ich in Offenburg beim zweitägigen Motivations- und Lifecoaching-Seminar "Die Kunst dein Ding zu machen" von Christian Bischoff.
Da gehen nur Freaks hin, meint ihr? Kann sein - dann bin ich eben auch eine von denen :-) Aber seit fast zwei Jahren bin ich wirklich ein begeisterter Fan von Christians Podcasts, so dass ich es mir nicht nehmen lassen konnte, einmal live mit dabei zu sein und ich muss zugeben, ich konnte einiges mitnehmen und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mit einem Lächeln im Gesicht daran zurückdenke. Seither versuche ich immer das Beste aus meiner Zeit herauszuholen und bin bemüht darum, unterscheiden zu können, was ich will und was ich nicht will. Das Leben ist so kurz, die Zeit vergeht im Flug, wieso dann nicht einfach das machen, auf was man jetzt gerade Bock hat?

Bei diesem Seminar wurde mir unter vielen anderen Dingen auch eines klar: Ich nehme mir immer zu viel vor und mache davon zu wenig (wie auch Julia Engelmann schon predigte). Ich habe stetig den Drang danach, meine Ziele zu verfolgen, meine Bucket-List abzuarbeiten und besser zu werden, in dem was ich tue, und lande letzten Endes wieder in meiner Komfortzone auf dem Sofa.  Doch seither ist (zumindest in einigen wenigen Bereichen) Schluss.

 

Was ich beispielsweise schon seit letztem Jahr unbedingt einmal machen wollte, war einen Workshop für Hochzeitsfotografie zu besuchen. Doch was hielt mich zurück? Die Angst, dort auf Leute zu treffen, die sehr viel besser und länger bei der Fotografie sind als ich. Die Angst, dass sich der Reiseaufwand und die Investition nicht lohnen würde. Und ja, auch die Angst, dass die kleine Beli am Bahnhof gekidnappt wird, den Zug verpasst, nicht pünktlich kommt und nachts alleine zu Fuß durch die Stadt muss. Ich bin schließlich ein Dorfkind, ein kleiner Schisser und mag es auch in meinem Alter noch am liebsten, wenn ich in Begleitung bin. Dennoch dachte ich mir, wie Christian immer zu sagen pflegte: Fuck it! Leck mich am Arsch! Ich mach es trotzdem! Also machte ich es :-) und in kürzester Zeit war nicht nur der Workshop bei Vicky Baumann Photography gebucht, sondern auch meine erste Airbnb-Unterkunft und mein Zugticket.

 

Mitte Mai begann dann mein kleines Abenteuer und ich reiste mit meinem Kameratäschchen an einem nicht ganz so sonnigen Sonntag nach Bonn. Dort angekommen, gönnte ich mir erst einmal einen leckeren Latte Macchiato, der einige Sekunden später komplett über meiner Jeans landete. Läuft bei mir!

Das dachte auch der junge Mann, der neben mir saß und sich vor lauter Fremdscham sein Lachen nicht verkneifen konnte. So zog ich mich in meiner wirklich tollen Unterkunft bei Marce & Dan in der Nähe des Bonner Hauptbahnhofs erst einmal um, um nicht ganz so sehr nach Kaffee zu duften. Und los ging es zu Fuß durch die Bonner Innenstadt über die Kennedybrücke nach Bonn-Beuel. Ich war letzten Endes auch überpünktlich beim Workshop bei Vicky zuhause angelandet. Und so trudelten nach und nach auch die anderen Fotografen und Fotografinnen ein und schwupps, war ich mittendrin.

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Vickys Bilder haben mich, seit ich sie kenne, immer aufs Neue verzaubert und es war schon seit langem mein Wunsch, stilistisch in diese Richtung zu kommen. Mir fehlte einfach nur in vielen Bereichen das Know-how. Genau diesen Input bekam ich an dem Tag, den Vicky durch ihre herzliche Art für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht hat. Ich lernte nicht nur viele allgemeine Dinge für mein Fotografen-Business, sondern bekam auch alle meine Fragen beantwortet, während ich genüsslich die Chips-Schüssel vor mir leerte. Die Atmosphäre war top! Die anderen Fotografen waren keine Konkurrenz, vor der ich mich hätte eingeschüchtert fühlen müssen. Nein, es waren Kollegen, die einem auf freundschaftliche Art und Weise halfen und zusätzlich dazu beitrugen, dass ich mich sehr wohl fühlte.  Und durch die kleinen Kuscheleinheiten mit Vickys Hund, fühlte ich mich tatsächlich fast wie im eigenen Zuhause.

 

Das Beste an diesem Tag war für mich jedoch das Fotoshooting mit einem sehr sympathischen Pärchen. Wir fuhren gemeinsam in der Gruppe zur Wahner Heide, einer unglaublich tollen Location, die gerade für Hochzeitsshootings in freier Natur sehr viel Potenzial bietet. So lernten wir von Vicky, wie wir bei solch einer Fotosession mit dem Pärchen umgehen, wie wir die Authentizität in unseren Bildern bewahren, welche Kameraeinstellungen wir je nach Situation wählen könnten und vieles mehr. Und so fotografierten wir an diesem Abend wie die Wilden dem Sonnenuntergang entgegen. Die liebe Tânia von Tânia Flores Photography lieh mir beim Shooting sogar eines ihrer Objektive aus, das mich so sehr überzeugte, dass ich es mir einige Tage nach dem Workshop sogar selbst kaufte. Der Workshop endete am späten Abend mit dem Shooting und zurück ging es nach Bonn. Bei einem Glas Wein ließ ich dann bei Marce & Dan den Tag Revue passieren, bevor ich todmüde ins Bett fiel und mich insgeheim schon wieder auf die Heimat freute. 

 

Bis heute frage ich mich, warum ich so lange darauf gewartet habe, diesen Workshop zu besuchen. Sämtliche Zweifel an allem, vor allem an mir selbst, waren unbegründet und ich bin froh, dass ich aus meinem alten Trott entfliehen und mich zu Neuem hinreißen lassen konnte. Ich habe mich dadurch verändert, meine Arbeitsweise und vor allem meine Bilder haben sich verändert und es wird sich auch in Zukunft einiges bei mir wandeln. Ich hoffe, ihr seid trotzdem noch oder gerade auch deswegen für meine Arbeit zu begeistern - denn eines ist sicher: Eure Momente sind meine Leidenschaft!

Mit diesem, meinem ersten, Blog-Beitrag möchte ich euch nicht nur meine Bilder vom Workshop präsentieren, sondern vor allem auch einigen ganz wunderbaren Menschen danken:

 

Vicky Baumann Photography - für deine Bereitschaft, dein Wissen weiterzugeben sowie dein herzliches Wesen! Du bist eine wirklich bewundernswerte Powerfrau!

Floralie - vielen Dank für die tollen Blumen! Zum Verlieben!

Christian Bischoff - für den gewaltigen Arschtritt!

Tânia Flores Photography - für deine Hilfsbereitschaft!

Deutsche Bahn AG - für die Fahrplanänderung und die Verspätung!!! Du bleibst dir eben selbst treu!

Marce & Dan - für den Wein, die wirklich tolle und saubere Unterkunft und den netten Plausch!

Meiner Mum - für deine selbstlose Unterstützung, die konstruktive Kritik und deine motivierende Worte! <3

 

DANKE!

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Fotografie: art & design - belinda baeuerle
Workshop bei Vicky Baumann

Blumen: Floralie

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